Musste mein Kater Leo wirklich sterben?

Dieses Thema im Forum "Diabetes-Verschiedenes" wurde erstellt von animor36, 6. September 2013.

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  1. animor36

    animor36 Benutzer

    AW: Musste mein Kater Leo wirklich sterben?

    Vielen Dank für Deine Info.
    Therapeutisch stehen die Beendigung des ursächlichen, katabolen Stoffwechselgeschehen durch die Gabe von Insulin sowie eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr aufgrund der begleitenden Exsikkose im Vordergrund.
    Neben allgemeinen notfall- oder intensivmedizinischen Maßnahmen zum Erhalt der Vitalfunktionen ist, um weitere potenziell lebensbedrohliche Veränderungen früh genug erkennen zu können, wäre eine konsequente laborchemische Überwachung des Katers notwendig gewesen.
    Insbesondere nennenswerte Abweichungen von Blutzucker- und Kaliumspiegel im Blut bedürfen in der Frühphase häufig prompten Eingreifens. Dies alles ist leider durch den Tierarzt nicht erkannt, und demnach Leo nicht einer erforderlichen Behandlung unterzogen worden.
     
  2. Petra und Schorschi

    Petra und Schorschi Moderator Mitarbeiter

    AW: Musste mein Kater Leo wirklich sterben?

    Lieber Friedrich,

    Leo's Geschichte ist wirklich traurig und sehr wahrscheinlich kein Einzelfall:sigh:
    In der Regel vertraut man dem Tierarzt und hofft, dass er das Richtige macht.
    Aber so bald einem nur eine kleine Sache spanisch vorkommt, sollte man selbst das Heft in die Hand nehmen und sich zumindest informieren. Zum Glück gibt es heute Internet und eine Recherche nach Behandlungsmethoden von Diabetes bei Katzen beschert einem wahrscheinlich mehr als genug Infos.
    Es könnte sein, dass Leo eine Ketoazidose hatte. Leider ist das ein Notfall und nicht immer gelingt es, die Katze zu retten.

    Ich hoffe, du machst dir nicht zu viele Vorwürfe :cuddle: Du hast dich eben auf den Tierarzt verlassen. Er sollte nachdenken......

    Es tut mir sehr leid, dass du deinen Leo verloren hast:sigh:
     
  3. AW: Musste mein Kater Leo wirklich sterben?

    Du stellst in deinem Beitrag eine Frage und ich bin mir sehr sicher, dass sie so zu beantworten ist: Nein dein Kater hätte sicher zumindet an dem Diabetes nicht sterben müssen !!!
    Es ist sehr traurig eine solche Geschichte zu lesen und ich hoffe, dass viele der Gäste , welche hier regelmäßig sind, deine Zeilen lesen werden.
    Euer Leidensweg zeigt mal wieder die Ahnungslosigkeit vieler Tierärzte auf und ich frag mich echt: WANN ÄNDERT SICH HIER ENDLICH WAS !!!!
    Dein Leo ist nun gut im RBL angekommen und tollt mit all unseren Sternchen über grüne Wiesen.
    Es tut mir sehr leid, dass es so ein Ende nehmen musst.:cry:
     
  4. Martin

    Martin Benutzer

    AW: Musste mein Kater Leo wirklich sterben?

    Das ist hard und traurig zu lesen :sigh:

    Mein Mitgefühl ist bei Euch

    Traurigen Gruß
    Martin
     
  5. animor36

    animor36 Benutzer

    Leo ist 10 Jahre alt geworden. Er wurde uns von einem deutschen Tierschutzverein vermittelt, mit dem Hinweis, dass er eine Immunkrankheit habe und alle 4 bis 6 Wochen eine Kortison Spritze benötige. Er stellte einfach die Einnahme des Futters ein und wir wussten dann, dass die Spritze erforderlich war. Danach waren „alle“ Missstimmungen verflogen.
    Bei einer Routine Untersuchung wurde ein erhöhter Glukoseanteil 263 mg gemessen. Der Kater bekam daraufhin 0,05 mg Canininsulin am Tag und in der Nacht 0,5 mg. (Zinkinsulin vom Schwein für Tiere) verordnet. Nach ca. 6 Stunden stellte sich eine Unterzuckerung von 39 mg/dl ein. Wir konnten noch rechtzeitig mittels aufgelösten Traubenzucker das Schlimmste verhindern. Die Zuckerwerte stiegen bei Nichtbehandlung immer wieder zwischen 280 bis nahezu 339 mg an.
    Wir haben Leo daraufhin zur ständigen Beobachtung unserem Tierarzt übergeben. Selbst bei einer Therapie von 0,025 mg war Leo nach einigen Stunden unterzuckert. Daraufhin wurde uns mitgeteilt, dass der Kater keinen echten Zucker habe. Zitat: „Eine genaue Dosierung ist nicht möglich.“ Er hatte zum Schluss einen Glukosewert von 529 mg er trank Unmengen an Flüssigkeit und stellte die Nahrungsaufnahme komplett ein. Der Tierarzt sah keine andere Möglichkeit als Leo einzuschläfern.
    Da mir die Angelegenheit sehr nahe gegangen ist, habe ich mich leider im Nachhinein schlau gemacht und feststellen müssen, dass ich Leo sicherlich bei einer anderen Therapie hätte retten können.
    Ich habe daraus gelernt, bin dankbar dass ich Mittels der vielen Betroffenen, die ich im Forum habe kennen lernen dürfen, an Erfahrung gewonnen habe.
    Friedrich Niessen
     

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