Lou's Kasimir mit Lantus/Ketone

Dieses Thema im Forum "Insulin-Einstellungen" wurde erstellt von Petra und Schorschi, 23. April 2019.

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  1. simone_monkie

    simone_monkie Benutzer

    Hallo Lou,

    weiß man denn wo die Entzündung herkommt? Hat Kasi eine Halsentzündung oder ist es wieder ein HWI(Harnwegsinfekt)? An die Halsentzündung denke ich, weil er heute wieder heißer ist. Er könnte natürlich auch heiser sein, wenn er viel schreit. Schreit er denn viel? Wie ist denn sein Appetit? Wieviel Futter bekommt er denn? Und wie oft?

    Wurde denn ein Antibiogramm gemacht? Oder gibt es ein Breitband-AB?
    Noch ein kleiner Hinweis. Bei Diabetikern sollte ein AB länger gegeben werden, als normal. Aber dass ist dir bestimmt auf den vielen Seiten im Internet schon begegenet.
    Zur Insulintherapie wurde schon alles geschrieben. Bitte lass dir jetzt nicht vom TA eine Insulinressistenz einreden.

    Ich denke, du musst nicht mit dem TA brechen, nur weil du dich selbst schlau machst und einige Dinge hinterfragst. Gelesen hast du ja auch sehr viel und solltest eigentlich soweit sein, zu erkennen, dass der derzeitige Weg nicht erfolgverbrechend ist.

    Ich habe 2 Kater und 3 TÄ. Jeder von ihnen ist wichtig, aber wenn ich mit meinem herzkranken Kater zu meinem Haustierarzt gehen würde, wäre das sinnlos, da er sich damit nicht auskennt. Dennoch gehe ich zu ihm, wenn einer meiner Kater ein allgemeines Problem hat.
    Du musst also nicht mit deinem TA brechen. Vielmehr könntest du mit ihm einen anderen Ansatz versuchen. Da du viel über Diabetes gelesen hast, hast du sicher auch die passenden Argumente, um einen anderen Weg zu versuchen.

    Und selbst wenn der BZ wegen einer Entzündung hoch ist, muss gegen den hohen BZ gearbeitet werden. Aber das wurde alles schon geschrieben.
    Ich hoffe, sehr, du gehst nochmal in dich und suchst ein offenes Gespräch mit deinem TA und hinterfragst einiges.
     
  2. Petra und Schorschi

    Petra und Schorschi Moderator Mitarbeiter

    Aus gegebenem Anlass, heute Ketone bei 1,4, verlinke ich dir Infos auf was es bei einer Ketoacidosebehandlung ankommt.
    Da ist man leider noch eher mit unwissenden TÄ konfrontiert als beim komplikationslosen Diabetes. Hier stirbt die Katze leider dann schneller.
    Gefährliche Ketone, DKA (diabetische Ketoazidose) bei Katzen - dies ist ein Link, den man anklicken muss

    Erste Maßnahme jetzt: hoch mit dem Insulin!
     
  3. Giuseppina

    Giuseppina Benutzer

    Hallo Lou,

    Es geht hier nicht um dich sondern um Kasimir. Er ist der der krank ist und leidet. Es ist dein Katerchen, nur du kannst ihm helfen. Denn du entscheidest. Hier im Forum haben alle Herzblut für Katzen, sie tun es aus Liebe zur Katze. Tierärzte tun es weil es ihr Beruf ist. Für Tierliebe ist da kein Platz.
    Du schreibst in deiner Vorstellung "

    - Kasimir wirkt zur Zeit oft schwach, bewegt sich wenig und langsam und sieht leidend aus."

    Ja klar, sein BZ ist mega hoch, und Ketone hat er auch.
    Meine Coralina war auch schwach, ging nicht mehr raus, saß da wie ein schluck Wasser. Ich war nur am heulen.
    Hier sagte man mir," erhöhe die Dosis" ich hatte Angst, mega Angst. Aber ich tat es, und hab jeden hier bestimmt verrückt gemacht, als der BZ sank, und ich der Meinung war er sei zu niedrig. Man hat mir hier gut zugesprochen und Mut gemacht.
    Mich beruhigt. Coralina geht nun ständig raus, legt sich in die Sonne wenn sie scheint, ist munter. Klar gibt es Tage da ist sie nicht so gut drauf, aber die sind selten.

    Mit jedem Tag an dem die BZ Werte so hoch sind, und das sind sie, erkrankt Kasimir immer mehr. Aber dazu hat Petra dir ja alles verlinkt. Wenn du es gelesen hast, weißt du mit was du alles rechnen musst. Du wirst dann weinen und leiden, nicht der TA.
    Ich möchte dich nicht überreden oder sonstwas. Nur, ich würde es so nicht machen.... Bei den Werten von Kasimir würde ich durchdrehen.

    Ich wünsche dir Kraft und Mut und dem Kasimir ganz viel Glück.
     
  4. Sarah feat. Sally

    Sarah feat. Sally Moderator Mitarbeiter

    Naja für einen Laien hört sich das erstmal so an, als ob der TA sich gut auskennt. Immerhin geht er auf Kongresse usw. Wenn man sich mit der Thematik nicht so gut auskennt, erkennt man die Gefahr auch nicht, die von den hohen BZ-Werten ausgeht. Eben weil man es nicht weiß und denkt, der TA kennt sich ja aus und hätte dann schon was gesagt.
    Aber leider ist dies nicht der Fall. Und wenn du dir deine BZ-Tabelle mal in Ruhe anguckst kannst du auch sehen, dass keinerlei Fortschritte erkennbar sind. Rein von der Logik her müsstest du nun ins Grübeln kommen, ob nicht ein anderer Weg besser wäre. Vielleicht tust du das ja auch grade. Ich würde es mir für Kasi wünschen. Letztendlich ist es nicht schlimm, wenn du mit dem Tierarzt bricht, denn wie man sieht kennt er sich mit Katzendiabetes nicht besser aus als jeder andere auch. Wenn er stinkig wird, kannst du problemlos zu einem anderen gehen.

    Aber du hattest ja bereits geschrieben, dass du mit dem TA nicht brechen möchtest. Ich wünsche Kasi ebenfalls alles Gute.
     
  5. SilkeM

    SilkeM Benutzer

    Wir haben Dich wirklich versucht zu überzeugen mit allen Argumenten, die wir haben. Wir können nicht anders, da wir doch von unserer Methode überzeugt sind, weil der Erfolg mit vielen Diabetikerkatzen uns recht gibt. Das wirst Du uns jetzt wohl kaum vorwerfen wollen.
    In anderen Foren zu dem Thema wirst Du es ähnlich erleben. Entweder man schliesst sich der Vorgehensweise an oder es wird nicht funktionieren.
    Ich habe.schon 4 eigene Diabetikerkatzen betreut und hier viele virtuell. Wie viele waren es bei Deinem TA?
    Leider folgst Du lieber Deinem TA, der sich wohl Spezialist in dem Gebiet nennt. Na ja, wir sehen das anders nach dem was wir zu seinem Vorgehen lesen. Vielleicht weiss er ja mehr als viele andere TÄ, wozu leider oft nicht viel nötig ist aus unserer Erfahrung.
    Wir wollen niemanden verurteilen, aber es tut uns im Herzen weh, wenn wir merken, dass eine Katze nicht ausreichend mit Insulin versorgt wird und deshalb leidet.
    Es ist ungefähr so als ob Du schlimme Schmerzen hast und der Arzt gibt Dir täglich 1/2 Aspirin dagegen und will erst mal nach der Ursache forschen, weil er denkt, dass dann die Schmerzen von alleine weggehen, wenn die Ursache beseitigt ist. Das ist ja durchaus richtig, aber wolltest Du Dich bis dahin, vielleicht wochenlang, weiter mit üblen Schmerzen und inadäquater Schmerzterapie zufrieden geben und die Schmerzen erdulden müssen, obwohl man diese mit ausreichend Schmerzmittel gut bekämpfen könnte? Ich nicht. So in etwa ergeht es Kasi derzeit. Er kann es nur nicht ausdrücken. :bad: Und Insulin hat im Gegensatz zu Schmerzmitteln noch nicht mal Nebenwirkungen.
    Ich hoffe Dein TA hat bald ein Erbarmen und erhöht das Insulin.
    Uns willst Du ja nicht glauben.
     
  6. Petra und Schorschi

    Petra und Schorschi Moderator Mitarbeiter

    Du bist doch mit deinem Tierarzt zufrieden? Er ist laut deiner Beschreibung ein Fachmann was Diabetes bei Katzen angeht.
    Was soll dir dann ein Laienfrorum helfen?

    Seit einer knappen Wochen geben wir hier alles, um dir vor Augen zu führen, dass die Behandlung deiners Tieres suboptimal ist.
    Zuerst haben wir es auf der fachlichen Ebene versucht - ohne Erfolg. Dann auf der emotionalen - auch ohne Erfolg.

    Wir haben Druck gemacht, weil es deiner Katze nicht gut geht und nicht gut gehen wird, wenn das so weitergeht. Die Ketone steigen.....
    Aber okay - lassen wir es jetzt an dieser Stelle.
    Alles Gute!
     
  7. LuBeck

    LuBeck Abgemeldeter Benutzer

    Lieben Dank noch mal für eure Stimmen. Ich hatte mir hier vor allem Austausch erhofft, um meine eigenen Unsicherheiten mit anderen durchdenken zu können, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Dass ich sofort mich gegen meinen Tierarzt wenden soll und hier als Troll oder sonstwas dargestellt werde, ist wirklich abschreckend. Ich habe alles gelesen, was ich im Netz zu Katzen-Diabetes finden konnte. Das meiste 3 oder 4 Mal, um es zu verstehen und mich mit dem neuen Wissen an meine Tierärztin zu wenden. Weil dadurch schnell klar wurde, dass sie leider nicht so viel Diabetes-Wissen hat, habe ich extra nach einem Diabetologen gesucht, der viel Erfahrung mit Diabetes hat und regelmäßig auf Kongressen ist, um sich mit anderen Tierärzten dazu auszutauschen. Eure Vorwürfe meinem Arzt und mir gegenüber machen es mir wirklich nicht leicht, mit euch in einen Austausch zu kommen, in dem ich nicht direkt als verantwortungslos und naiv dastehe. Das wird mir ungerecht und macht es nicht leichter, Vertrauen zu schöpfen. Ich danke euch für euer Engagement, ihr macht grandiose Arbeit und habt vielen geholfen, aber ich persönlich bin nicht bereit, mit meinem Arzt zu brechen. Wenn ihr nur Drohen und Vorwerfen könnt, wenn jemand nicht SOFORT macht, was ihr sagt, ist das leider kein Forum für mich.
     
  8. Liebe Lou,
    jetzt noch mal von mir abschließend, nicht dass Du denkst wir wollen dich hier fertigmachen.
    Hier geht es um DEINE Katze, die du liebst. Wir sind halt alle ziemlich sicher, dass Du den falsches Weg einschlägst und nicht zum Erfolg kommen wirst. Schau dir seine Werte an, die sind viel zu hoch und er WIRD abbauen, klar kannst du das so machen, aber du könntest es ihm auch ersparen.
    Ich denke, du wirst viel Geld beim Tierarzt lassen, ich kenne das mit 5 Tieren hab ich ständig viel zu bezahlen. Hier bezahlst du gar nix und die machen es wirklich zuverlässig und gut. Wenn du mitarbeitest. Und weißt du warum?
    Die sind keine wildgewordene Sekte. Ich bin genauso Patient wie du es bist mit meiner Katze. Die machen das unentgeldlich in ihrer Freizeit und bestimmt nicht, weil die keine Freunde haben, nix zu tun haben oder denen langweilig ist. Die machen das, weil die Katzen lieben. Alle das Gleiche erlebt haben wie Du und es einfach tatsächlich mittlerweile durch ihre Erfahrung besser wissen. Sie können es einfach nicht ertragen, dass so viele Katzen, falsch oder gar nicht behandelt werden bei Diabetes und ich muss sagen, ich fühle genauso wie diese tollen Menschen, die sich hier jeden Tag für das Forum alles geben.
    Jedes Mal wenn sich einer neu anmeldet, die selben Fragen beantworten, individuell Beraten, die machen es mit Herzblut und sind für mich echte Helden.
    Ich bin mir sicher, es sterben viele Tiere völlig sinnlos zu früh und elendig, wegen der falschen Behandlung. Ich selbst hab einen Anfall beim Prof bekommen und gesagt, ihr müsst die Tierärzte alle besser schulen. Es ist zum Haareraufen. bitte überdenke es für deinen Kater, geh noch mal woanders hin, wenn du unbedingt meinst du brauchst einen Tierarzt. Ehrlich gesagt, kannst du es tausend mal besser selber übernehmen, BZ messen, Insulin geben, das managt jeder Halter alleine. Du brauchst ein Tierarzt tatsächlich für das Blutbild, das regelmäßig gemacht werden sollten und alles andere.
    Schau dir Kasi an, er wird es nicht ewig in diesen hohen Werten ohne Folgen schaffen, mir hat das Herz geblutet und ich hatte scheißangst um meinen Kater. Ich hoffe, du kommst bald dahin, damit du gar nicht mehr anders kannst.
    Hier wird dir jeder Helfen, und keiner wird sagen, Hab ich doch gewusst.
    Du weißt schon dass es einen Nierenschwellenwert gibt, alles darüber die Nieren deiner Katze enorm belastet und schädigt? und Du weißt auch, dass Katzen sehr gerne Nierenprobleme bekommen, Dich sollte der hohe Wert genauso beunruhigen wie seine anderen Baustellen. Es ist kein Spaß und es ist eine ernste Krankheit. der ganze Stoffwechsel kann entgleisen und zwar bei niedrigen Werten als auch ewig hohen Werten.
    Es will dich keiner Überreden, aber es will auch keiner wissen, dass da grad so ein armes Pelzding unnötig lang in hohen Werten gehalten hat, du bleibst ja länger als ich bei einer Einheit (1 Woche war ich meist bis ich erhöhen "durfte") Ich hab nicht studiert, aber ich hab gesehen, das kann nicht lange gut gehen und deshalb einfach auf wildfremde Leute gehört. Verrrückt?! Nein, die haben meinem Kater geholfen, dass es ihm wieder gut geht.
    Drück dich un alles Liebe für euch beiden.
     
  9. Toptiger

    Toptiger Benutzer

    Bitte bitte erhöhe das Insulin!

    Gerne vermittle ich dir eine Oberärztin meiner Tierklinik für Endokrinologie (Diabetes) welche Dir telefonische Auskunft gibt zur Insulindosierung.

    Wenn dein Kasi stirbt, ist es die Schuld von Dir und deinem Tierarzt!!!
     
  10. Petra und Schorschi

    Petra und Schorschi Moderator Mitarbeiter

    Leider bist du für bewiesen wissenschaftliche Argumente nicht zugänglich. Alles, was wir Dir raten, konnten wir mit Quellen begründen.
    Wieso du dich nicht selbst schlau machst, ist nicht nachvollziehbar. Wahrscheinlich liest du die Links gar nicht.
    Es ist fast unerträglich, zu wissen, dass ein Tier falsch und unzureichend behandelt wird.
    Leider kann man nicht jeden retten.:sad:
    Ehrlich gesagt, kannst du das Insulin gleich weglassen - es nutzt in dieser Dosierung nichts. Die Ketonbekämpfung ist Kosmetik und ändert nichts am Insulinmangel.

    Begleitenden Krankheiten und Infektionen müsssen immer mitbehandelt werden. Quelle ->"Patienten mit Diabetes stellen für den behandelnden Arzt meist eine besondere Herausforderung dar: Wenn sie an Infektionen erkranken, muss der Diabetes immer mit behandelt werden. Infektionen können dann auch gravierende Stoffwechselentgleisungen auslösen."
    Stoffwechselentgleisung sind Ketone/Ketose/Ketoazidose

    Zitat aus unseren Basics: Infektionen und Antibiotika (FAQ)
    • Wieso wirkt das Insulin schlechter, wenn die diabetische Katze unter einem Infekt leidet?
      Wenn das Immunsystem einen Erreger erkennt, setzt es Stresshormone wie Adrenalin und Cortison aus der Nebenniere frei. Diese Hormone übermitteln Signale zu den Körperzellen, die dadurch koordiniert auf den Erreger reagieren können. Die Stresshormone vermindern auch die Wirkung vom Insulin. Der Blutzucker steigt und damit auch der Insulinbedarf.
    • Wie werden Infektionen bei Diabetikern behandelt?
      Die grundlegende Empfehlung für Diabetiker lautet: Die Blutzuckerwerte müssen optimal eingestellt werden, damit das Risiko einer Infektion sinkt (genaue Erklärung). Gegen Bakterien werden Antibiotika eingesetzt.
    • Sollte ich nicht einfach warten, um zu sehen ob das Antibiotika "greift" und die hohen Blutzuckerwerte sinken, bevor ich die Insulindosis erhöhe?
      Nein, so eine Empfehlung würde kein Diabetes-erfahrener Tierarzt gegeben. Auch kein Humanmediziner. Bei schlecht eingestelltem Blutzucker verlaufen Infektionen schwerer und verschlechtern den Blutzuckerstoffwechsel zusätzlich. Eine vorsichtige, konsequente Insulindosis-Anpassung sollte vom ersten Tag an Teil einer Behandlung sein.
    • Leiden schlecht eingestellte diabetische Katzen häufiger an Infekten?
      Ja, schlecht eingestellte diabetische Katzen erkranken häufiger an Infekten z.B. Blasenentzündungen (der Zucker im Urin einer schlecht eingestellten Katze bietet ein ideales Wachstumsmedium fuer Bakterien). Hier kann ein Teufelskreis entstehen, wo eine Infektion die andere jagt, wenn als Teil der Behandlung einer Infektion die Blutzuckerwerte nicht unter Kontrolle gebracht werden.
    • Bei welchen Blutzuckerwerten entstehen Ketone im Urin (oder signifikant erhöhte Ketone im Blut)?
      Wir haben noch nie eine Katze im Forum gehabt, die bei täglichen Nadiren die deutlich <200 mg/dL lagen, Urinketone oder signifikant erhöhte Blutketone entwickelt hat. Sollte deine Katze schlecht eingestellt sein oder plötzlich höhere Werte entwickeln (mit oder ohne Infekt), solltest du täglich nach Ketonen messen.
    • Sind Ketone gefährlich?
      Ja! Ketone führen über kurz oder lang zu einer Ketoazidose, die oft tödlich endet. Im schlimmsten Fall dauert es nur wenige Stunden bis eine Katze von einer Ketose (also nur Ketone) in eine Ketoazidose schlittert (Stoffwechselentgleisung).

      Wenn du Ketone im Urin deiner Katze messen solltest, nimm sofort Kontakt mit deinem Tierarzt auf!

      Wenn du Ketone im Blut misst, solltest du folgendes beachten was aus dem humanmedizinischen Bereich stammt, aber auf Katzen gut übertragbar ist:
      • 0,1 - 1,0 mmol/L Blutketone: Akzeptabler Bereich für Ketonwerte. Behandele den erhöhten Blutzuckerwert entsprechend.
      • 1,1 - 3,0 mmol/L Blutketone: Der Tierarzt sollte informiert werden und die Katze sollte mit mehr Insulin behandelt werden, viel Flüssigkeit aufnehmen und genau überwacht werden um zu verhindern, dass die Ketonwerte weiter ansteigen. Die Ketonwerte sollten so schnell wie möglich wieder <= 1,0 mmol/L sinken.
      • >3,0 mmol/L Blutketone: Bei solchen Werten ist die Lage sehr gefährlich, da es sehr schnell zu einer Ketoazidose kommen kann. Der Tierarzt sollte sofort informiert und ein effekiver Behandlungsplan sollte sofort in Gang gesetzt werden.
      • N.B. Gut eingestellte Katzen haben Blutketone von 0,0 - 0,2 mmol/L.

      Die wichtigste Massnahme die du nehmen kannst, um die Ketone bei deiner Katze wieder los zu werden ist mehr Insulin zu geben. Es gibt auch noch weitere Massnahmen (z.B. eine erhöhte Flüssigkeitsaufnahme), aber mehr Insulin ist fast immer die wichtigste.
    • Meine Katze bekommt schon 4 IE Lantus (2x pro Tag) und die Blutzuckerwerte sind unbeweglich hoch - sie hat doch bestimmt einen Infekt?
      Nein, nicht unbedingt. Es hat schon sehr viele Katzen in diesem Forum gegeben, die wesentlich mehr Insulin benötigt haben ohne an einem Infekt zu leiden. Glukosetoxizität sollte immer in Betracht gezogen werden.
    • Kann ich meiner Katze nicht einfach "auf Verdacht" Antibiotika geben?
      Nein, eine ordentliche Diagnostik sollte bei unbeweglich hohen Blutzuckerwerten immer beim Tierarzt gemacht werden um zu erkunden, ob/welche Antibiotika überhaupt nötig sind. Eine unnötige Gabe von Antibiotika, oder die falsche Wahl von Antibiotika (z.B. bei resistenten Keimen) ist belastend für die Katze und möglicherweise auch noch gefährlich.
    • Ab wann gilt eine Katze überhaupt als Insulin-resistent?
      Insulinresistent ist eine Katze ab einer Dosis von 1,5-2,5 IE/kg/Spritze, d.h. man spricht bei einer Katze, die z.B. 5 kg wiegt, erst von einer Insulinresistenz, wenn die Insulindosis 7,5 IE (bis 12,5 IE) 2x pro Tag übersteigt. Ab einer solchen Dosis wird eine ausführliche Diagnostik benötigt um festzustellen wodurch die Insulinresistenz entsteht.
    Eine Pankreatitis kann man mit einem Bluttest feststellen; die Bauchspeicheldrüse im Ultraschall zu beurteilen, bedarf großer Erfahrung.
    Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung (Pankreatitis)
    Bitte Link aufrufen!

    Man kann natürlich vor der Wahrheit und der nötigen Konsequenz die Augen verschließen - dann darf man sich aber nicht wundern, wenn das Tier elend stirbt.

    Ich hoffe inständig, dass du ein Troll bist und alles nur ausgedacht ist.
     
  11. Nebelmoor

    Nebelmoor Benutzer

    Silke, in der Vorstellung von Kasi steht, dass er gerade ein AB gegen einen Harnwegsinfekt bekommen hat.
     
  12. Nebelmoor

    Nebelmoor Benutzer

    Hat Dein TA gesagt, warum er erstmal bei 0,5 IE bleiben will? Auch er muss doch mittlerweile verstanden haben, das die Dosis viel zu gering ist und die BZ-Werte zu hoch sind. Was glaubst Du denn, wird passieren, wenn Du die Dosis erhöhst? Es wird ihm davon definitiv nicht schlechter gehen, als es ihm jetzt schon geht.

    Du schreibst, wenn es Kasi wieder besser geht, dann denkst DU noch mal neu.

    Zum Wohle Deines Katers, lass Dir damit nicht zu viel Zeit.

    Ich befürchte, es wird ihm so schnell nicht besser gehen. Wie SilkeM schon schreibt, alles greift ineinander. Man kann das eine nicht ohne das andere behandeln. Wenn Du uns nicht vertrauen willst, dann hole Dir doch wenigstens mal eine zweite oder auch dritte Arztmeinung ein.

    Ich wünsche Kasi viel Glück, er kann's wirklich gebrauchen.
     
  13. SilkeM

    SilkeM Benutzer

    Sehe ich auch so. Es muss beides parallel behandelt werden. Die BSD wird durch die hohen Werte zusätzlich belastet und kann sich so nicht wirklich erholen.
    Wurde der Urin auf eine Blase Entzündung gecheckt?
    Das tritt häufig durch zu hohe Zuckerwerte auf.
    Es bringt nichts an vermeintlichen Ursachen herumzukurieren und dabei den Diabetes nicht ausreichend zu behandeln. Die Zusammenhängen sind nicht eingleisig, da wird das eine durch das andere beeinflusst und man kann hier nicht exakt Ursache und Wirkung auseinander halten. Man muss alles gleichzeitig richtig behandeln. Hier wird der hohe Blutzucker leider vernachlässigt auf Kosten der Katze.
    Für mich leider die falsche Vorgehensweise. Schade. :frown:
     
  14. Hallo Lou,
    Schade für dein Katerchen, die Werte sind sehr hoch und seit 9 Tagen nur 0,5 IE, ich fürchte da wird es ihm weiter schlecht gehen und er zusehends abbauen.
    Ich hoffe, die Angst um ihn wird deine Meinung ändern.
    Alles Gute für Kasi
     
  15. LuBeck

    LuBeck Abgemeldeter Benutzer

    Ich danke euch wirklich für eure Hinweise. Aber vorerst möchte ich tatsächlich dem Urteil des Arztes vertrauen. Denn Kasi hat nicht nur hohe BZ-, sondern auch schlechte Blutwerte, die auf eine Entzündung hindeuten (Retikulozytose; Neutrophile zu gering; Lymphozyten zu hoch; MCV & HBE zu hoch; auch die Triglyzeride sind viel zu hoch, Fructosamine ja eh). Der Ultraschall war nicht ganz eindeutig, aber seine Bauchspeicheldrüse sah nicht normal aus. Der Arzt vermutet eine Pankreatitis. Da ich also auf eine enge, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit dem Tierarzt angewiesen bin, möchte ich derzeit nicht eigenmächtig die Dosis anpassen. Ich habe mit dem Arzt die Möglichkeit einer Dosis-Erhöhung besprochen; solange Kasis Entzündung behandelt wird, möchte er jedoch bei 0,5 Einheiten bleiben. Wenn es Kasi insgesamt wieder besser geht, denke ich noch mal neu. Derzeit besorgt mich seine wahrscheinliche Bauchspeicheldrüsenentzündung erstmal mehr. (Die spez. Lipase-Werte werden wahrscheinlich am Donnerstag da sein..)
     
  16. SilkeM

    SilkeM Benutzer

    Schade, dass sich Dein TA wohl auf diese niedrige Dosis eingeschossen hat und Du Dich nicht traust die Einstellung mit uns zu machen. :frown:
    So werden die Werte nicht besser und Kasi muss es ausbaden.
    Was kam beim Ultraschall heraus?
     
  17. Toptiger

    Toptiger Benutzer

    Hallo Lou,
    wir alle haben hier Katzen-Herzblut und machen die Beratung gratis und in unserer wertvollen Freizeit.
    Sieh dir bitte die BZ-Tabellen zu Beginn der Therapie anderer Katzen an, du wirst sehen können, dass eine gute Einstellung immer geklappt hat.
    Vielleicht kannst du sogar deinen TA mit ins Boot holen. Er kann da noch was für zukünftige Diabetes Katzen lernen.
     
  18. Petra und Schorschi

    Petra und Schorschi Moderator Mitarbeiter

    Hallo liebe Lou,
    deinen Zwiespalt kann ich nachvollziehen :cuddle:
    Ich habe am Anfang von Schorschi Erkrankung auch diverse TÄ aufgesucht. Musste aber feststellen, dass ein sehr wichtiger Faktor für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit im Sinne des Tieres ist, dass der TÄ mich ernst nimmt und manche Dinge mit mir ausdiskutieren muss und akzeptieren sollte, dass allein ich entscheide wie mein Tier medizinisch behandelt wird.
    Ich gebe mein Gehirn und meine Erfahrungen nicht an der Praxistür ab.
    Ein Arzt, der sich als Halbgott in Weiß sieht, kommt für mich nicht infrage.

    Leider werden deine Argumente für eine Diskussion darüber wie sinnig seine Reduzierungen sind, nicht ausreichen. Außer er wäre offen für eine andere Strategie.
    Bist du wirklich sicher, dass er sich gut mit Diabetes auskennt? Wie kommst du darauf?
    Ich selbst würde in keinem Fall mit meinem diabetischen Tier dort hingehen. Wo ich gravierende Fehler in der Behandlung sehe, habe ich schon ausgeführt.
    Alles Gute heute!
    Wegen was wird denn der Ultraschall gemacht?
     
  19. Liebe Lou,
    toll, dass du es dir wenigstens anhörst, du liebst dein Tier, das spür ich, aber wahrscheinlich bist du wie ich so obrigkeitshörig. Es ist ein Tierarzt er muss es wissen. Nur, wenn du siehst, wie dein Tier immer mehr abbaut, hast du keine Zeit in diesen niedrigen Einheiten zu erhöhen wie es bei mir vorgeschlagen wurde. Ich hatte auch sauangst es mir mit der Praxis zu verscheissen, aber ich hatte die Entscheidung, mach ich weiter wie die es vorschlagen und Michel geht es richtig scheiße oder versuch ich es. Es war die beste Entscheidung meines Lebens.
    Ich bin ja auch ehrenamtlich viele Jahre im Tierheim gewesen und hab mir gedacht, wenn die Praxis sich quer stellt, ich brauch ja nur das Lantus Rp, dann hol ich es mir bei meiner Ärtzin auf privat Rp oder frag im Tierheim nach, das hab ich auch tatsächlich getan, als meine Tierärztin, der ich immer noch einmal pro Woche die Messungen durchmaile, mich morgens anrief, als ich bei einem Wert um die 70 Morgen pre Insulin gegeben habe. Das wäre zuviel ich hätte doch nichts gegeben? Doch hatte ich, er hat ja auch Futter bekommen und hat Akromegalie, ich wusste eigentlich, dass ich vorsichtig gehandelt hatte und er mir sicher nicht während meiner Abwesenheit in den Unterzucker geht, sie hat mich dennoch so panisch gemacht, dass ich dem mit Trockenfutter total hoch gefüttert habe, und mittags noch mal nach Hause gefahren bin zum messen. War natürlich alles im grünen Bereich, eher wieder zu hoch wegen dem Trockenfutter. Das war der Moment wo ich gesagt habe, mir langt es, ich mach das komplett mit dem Forum. Das Tierheim hätte mir geholfen, aber irgendwie hat es die Tierärtzin geahnt und mich abends angerufen. Ich hab ihr ganz ehrlich gesagt, dass ich total Panik durch sie bekomme, aber ja alles im Griff habe mit Michels Werten.
    Was soll ich sagen, sie hält sich komplett raus und hat sogar mich gefragt, was sie einer Diabetes Nierenkatze zum Essen empfehlen soll.
    Und was ein sehr wichtiger Punkt ist, ich hätte es nicht geglaubt, du wirst immer sicherer und kannst alleine entscheiden, wenn du es hier eine zeitlang mit Hilfe der anderen machst, wieviel Insulin du gibst und wenn ich unsicher bin, frag ich hier nach.
    Wir wollen dich nicht überreden, hier hat keiner was davon, es geht nur um dein Kätzchen!
    Der Tierarzt wird leider nicht sagen, ja das ist toll machen Sie das. Ich hatte meiner Tierärztin angeboten reinzuschauen ins Forum mit meinen Login Daten, da bestand null Interesse. Das Forum will ja mit Tierärzten zusammen arbeiten und tut das auch teilweise, die Blockade hängt eher an der anderen Seite.
    Wie gesagt, du wirst dich in die eine oder andere Richtung entscheiden müssen.
    Ich drück dich ganz herzlich.
    Drück dir die Daumen, dass du einfach das Richtige für dein Pelzi tust.
    LG Silke
     
  20. SilkeM

    SilkeM Benutzer

    Hallo Lou,

    die Entscheidung Dich durchzusetzen können wir Dir leider nicht abnehmen. Du hast nun so viele Informationen und gutes Zureden bekommen aus unserem Forum. Letztendlich entscheidest Du und Du solltest dabei ganz alleine an Kasi denken. Nicht an Dich und auch nicht an den vielleicht verletzten Stolz oder Gefühle Deine TA.
    Ich weiß, dass es Stärke kostet sich darüber hinweg zu setzen, zumal viele TÄ sehr ablehnend reagieren, wenn sie hören, dass man auf die Ratschläge von anonymen Nutzern eines Internetforums eher hören soll als auf ihren Rat, wo sie schließlich studiert haben. Und mal ganz hart gesagt, wenn es Kasi auf Dauer schadet, dass er ständig zu hohe Werte hat, profitiert der TA davon, weil Du viel Geld bei ihm lässt oder Du brauchst bald keinen mehr. Das klingt sehr gemein, ist aber wirklich nur ehrlich gemeint.

    Wir haben uns die Vorgehensweise hier auch nicht aus dem Fingern gesaugt, sondern gehen nach einem wissenschaftlich fundierten Einstellungsprotokoll vor, welches Du hier im Infobereich und auch in der Signatur von Petra (s. unten) verlinkt findest. Ich schlage deshalb vor, dass Du Dir das Protokoll einmal in Ruhe durchliest, es am besten ausdruckst und dann mit zum TA nimmst.
    Sag ihm doch einfach, dass Du die Einstellung damit gerne versuchen möchtest.
    Bisher hat es ja leider nicht sehr gut mit der Vorgehensweise Deine TA geklappt. Also wäre doch eine Änderung angebracht. Warum nicht also nach unserem Protokoll vorgehen. Wenn es sich bewährt, wird Dein TA hoffentlich auch überzeugt sein und hat dann noch etwas gelernt für zukünftige Fälle. Meine TÄ konnte ich damals ganz schnell überzeugen, einfach weil die Ergebnisse für sich gesprochen haben.

    Wie Silke (Mainzelmeedsche) unten schon schrieb, hat sie sogar die Vorschläge des renommierten Profs auf der TK Hofheim über Bord geworfen und es ist erst besser geworden nachdem sie mit uns zusammen eingestellt hat und sie konnte damit den Prof. überzeugen, dass wir ziemlich gut darin sind. :wink2:

    Gib Dir einen Ruck. Wie schon gesagt, Ärzte sind nicht unfehlbar. Ein guter Arzt muss es auch mal akzeptieren können, wenn man sich nicht strikt an alle seine Vorschläge hält.

    Wir machen das hier auch nicht aus Eigennutz, sondern weil wir genau diese Situation in der Du bist schon x-fach erlebt haben und den Katzen und -haltern einfach nur helfen wollen.
     
Status des Themas:
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

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