M&M
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Hallo Kristiane,
vor ein paar Jahren lag mein Schwiegervater kurz vor Weinachten wegen Luftnot im Krankenhaus, Diabetiker, Lungen und Herzprobleme. Einen Tag bevor er nach Hause gekommen wäre und er sich schon auf Weinacht-TV gefreut hatte, hat ein Vollpfosten von Assistenzarzt befunden das sein Kaliumwert zu hoch sei. Die Werte waren etwas erhöht aber nicht wirklich gefährlich, ein paar Bananen weniger hätten es auch gerichtet. Der Weißkittel hat aber eine Notfall-Kaliumausleitung gemacht. Sprich, hochdosiert Altinsulin + etwas Glukose um das Kalium in die Zellen zu treiben. Am nächsten Tag bekamen wir einen Anruf, mein Schwiegervater läge im Koma auf der Intensiv. Keiner hat uns gesagt was denn passiert wäre. Wir sind dann in das Krankenhaus gefahren und haben uns die Dokumentation zeigen lassen. Ich bin dann noch auf sein Zimmer und habe mit seinem Bettnachbarn gesprochen, der hat uns gesagt mein Schwiegervater hätte wohl eine Spritze bekommen und nach einer weile habe das Bett sehr gezittert. Er hat dann versucht ihn anzusprechen aber keine Reaktion bekommen. Aus Angst hat er dann nach den Schwestern geklingelt, das hätte aber eine weile gedauert bis die gekommen wären und dann wäre plötzlich alle sehr hektisch geworden. Nach drei tagen auf der Intensiv sollten wir eine Entscheidung treffen ob die Beatmung ausgeschaltet werden sollte. Der Intensivmediziner hatte es auch schon versucht, aber mein Schwiegervater hatte sofort zu Krampfen begonnen. letztendlich wurde er wohl etwas sediert und die Maschinen abgeschaltet. Das war ein trauriges Weinachten. Wir waren dann zu einem klärenden Gespräch beim Chef der Intensiv wo die Leitende Ärztin der Normalstation auch dabei war. Sie schwafelte was von schlechtem Zustand und so bis ich ihr in das Wort gefallen bin. Ich sagte zu ihr wie sie darauf gekommen wären bei einem nicht grenzwertigen Kaliumwert eine Notfall-Ausleitung zu machen, des weitern haben sie meinen Schwiegervater nach der hohen Dosis Altinsulin einfach auf dem Zimmer alleine gelassen, dieses Prozedere darf nur unter permanenter Überwacheng durchgeführt werden, der Chef der Intensiv hat das auch sofort bestätigt. Erst nachdem mein Schwiegervater schon Krampfanfälle wegen der Unterzuckerung hatte das sein ganzes Bett gewackelt hat und sein Zimmergenosse es mit der Angst zu tuen bekam wurde nach Ihm geschaut. Der Leiter der Intensiv hat das genau wie wir gesehen und auf den Totenschein "Unnatürlich" geschrieben, somit kam es zur Obduktion, allerdings wie so oft ohne Konsequenzen für den behandelnden Arzt. Letztendlich war es aufgrund der Starken Unterzuckerung zu schweren Krampfanfällen mit massiven Hirnschädigungen gekommen die letztendlich im Koma und Tot endeten. Das ist mit einer der Gründe warum wir so vorsichtig sind, aber wie gesagt, wir lernen. Habt ein bisschen Geduld mit uns.
Liebe Grüße
Monika & Martin
vor ein paar Jahren lag mein Schwiegervater kurz vor Weinachten wegen Luftnot im Krankenhaus, Diabetiker, Lungen und Herzprobleme. Einen Tag bevor er nach Hause gekommen wäre und er sich schon auf Weinacht-TV gefreut hatte, hat ein Vollpfosten von Assistenzarzt befunden das sein Kaliumwert zu hoch sei. Die Werte waren etwas erhöht aber nicht wirklich gefährlich, ein paar Bananen weniger hätten es auch gerichtet. Der Weißkittel hat aber eine Notfall-Kaliumausleitung gemacht. Sprich, hochdosiert Altinsulin + etwas Glukose um das Kalium in die Zellen zu treiben. Am nächsten Tag bekamen wir einen Anruf, mein Schwiegervater läge im Koma auf der Intensiv. Keiner hat uns gesagt was denn passiert wäre. Wir sind dann in das Krankenhaus gefahren und haben uns die Dokumentation zeigen lassen. Ich bin dann noch auf sein Zimmer und habe mit seinem Bettnachbarn gesprochen, der hat uns gesagt mein Schwiegervater hätte wohl eine Spritze bekommen und nach einer weile habe das Bett sehr gezittert. Er hat dann versucht ihn anzusprechen aber keine Reaktion bekommen. Aus Angst hat er dann nach den Schwestern geklingelt, das hätte aber eine weile gedauert bis die gekommen wären und dann wäre plötzlich alle sehr hektisch geworden. Nach drei tagen auf der Intensiv sollten wir eine Entscheidung treffen ob die Beatmung ausgeschaltet werden sollte. Der Intensivmediziner hatte es auch schon versucht, aber mein Schwiegervater hatte sofort zu Krampfen begonnen. letztendlich wurde er wohl etwas sediert und die Maschinen abgeschaltet. Das war ein trauriges Weinachten. Wir waren dann zu einem klärenden Gespräch beim Chef der Intensiv wo die Leitende Ärztin der Normalstation auch dabei war. Sie schwafelte was von schlechtem Zustand und so bis ich ihr in das Wort gefallen bin. Ich sagte zu ihr wie sie darauf gekommen wären bei einem nicht grenzwertigen Kaliumwert eine Notfall-Ausleitung zu machen, des weitern haben sie meinen Schwiegervater nach der hohen Dosis Altinsulin einfach auf dem Zimmer alleine gelassen, dieses Prozedere darf nur unter permanenter Überwacheng durchgeführt werden, der Chef der Intensiv hat das auch sofort bestätigt. Erst nachdem mein Schwiegervater schon Krampfanfälle wegen der Unterzuckerung hatte das sein ganzes Bett gewackelt hat und sein Zimmergenosse es mit der Angst zu tuen bekam wurde nach Ihm geschaut. Der Leiter der Intensiv hat das genau wie wir gesehen und auf den Totenschein "Unnatürlich" geschrieben, somit kam es zur Obduktion, allerdings wie so oft ohne Konsequenzen für den behandelnden Arzt. Letztendlich war es aufgrund der Starken Unterzuckerung zu schweren Krampfanfällen mit massiven Hirnschädigungen gekommen die letztendlich im Koma und Tot endeten. Das ist mit einer der Gründe warum wir so vorsichtig sind, aber wie gesagt, wir lernen. Habt ein bisschen Geduld mit uns.
Liebe Grüße
Monika & Martin

mir fehlen die Worte. Einfach unglaublich
