Diabetes und Leberproblem

Dieses Thema im Forum "Katzen-Gesundheit" wurde erstellt von heifre, 12. August 2016.

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  1. heifre

    heifre Benutzer

    AW: Diabetes und Leberproblem

    Wollte mich nur zwischendurch kurz melden und mich herzlich bedanken für die Mühe, die man sich hier mit mir macht. Ganz ganz toll, ich fühl mich richtig aufgehoben.

    Ich versuche gerade, mich so richtig in das Thema einzulesen - wie gesagt, mittlere Schulbildung und keine Ahnung, wie das alles zusammenhängt und was ich beachten muß.

    Ich habe noch soviele Fragen...und werde mich wieder melden. Hoffentlich seid ihr dann auch alle wieder für mich da :flower:
     
  2. SilkeM

    SilkeM Benutzer

    AW: Diabetes und Leberproblem

    Hallo Heike,

    kenne mich einigermaßen mit BB-Analyse und mit Leberproblemen bei Katzen aus.
    Um das BB vernünftig analysieren zu können, bräuchte ich aber ALLE Werte (dh. auch die guten Werten) incl. der Referenzwerte (in Klammern) und zwar so in der Form:
    Bezeichnung absoluter Wert (Referenzbereich)
    ALT (GPT) 93 (0-175)
    Am besten Du scannst es ein und hängst es an Deinen Benutzer mit dran oder Du tippst alles ab und schreibst bei Deiner Vorstellung mit dazu, dann lässt sich immer schnell darauf zugreifen. Wurde das BB beim TA oder im Labor ausgewertet?
    Erhöhtes Cholesterin und Triglyzeride (Blutfette) ist bei Katzen weniger dramatisch. Das kann sich auch mit Einstellung der Diabetes und mit Gewichtszunahme gut regulieren.
    Es wäre auch mal wichtig den Fructosamin-Wert (Langzeitzuckerwert) zu kennen. Oder wurde dieser etwa gar nicht ausgewertet? Das wäre dann in meinen Augen sehr dilettantisch bis fahrlässig seitens der TA.

    Im Einstellungsthreat habe ich gelesen, dass du evtl. den TA wechseln willst zwecks Lantus-Rezept. Das wäre evtl. insgesamt nicht das schlechteste.

    Als Leberwerte bezeichnet mal folgende Werte:
    Biliburin, ALT, AST, yGT, Alk. Phosphatase, GLDH
    ALT und GLDH sind leberspezifische Werte. Die Gründe für eine Erhöhung können vielfälig sein. Wie bereits geschrieben ausgelöst von einer nicht eingestellten Diabeteserkrankung bis zu Herzproblemen. Die Leber als Organ kann sich glücklicherweise sehr gut regenerieren, sodass Du bei entspr. Behandlung der Auslöser (Diabetes?) auch gleich die Leber mitkurierst.
    Da Du Tabby als abgemagert bezeichnest, gehe ich zuerst einmal davon aus, dass die Leber vor allem aufgrund der fehlenden Futterverwertung durch die Diabetes in Mitleidenschaft gezogen ist. Um zu sehen, ob die Leber an sich verändert ist, müsste ein Ultraschall und/oder Röntgen der Leber erfolgen.

    Deshalb ist es wirklich das wichtigste erstmal die Diabetes zu behandeln.
    Wenn Tabby eingestellt ist, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich damit automatisch die Leber erholt und keine weiteren Maßnahmen nötig sind.
    Dafür bekommst du nun ja entspr. Unterstützung hier.
    Trotzdem kannst Du natürlich parallel die Leber mit Medis unterstützen.

    Lega Phyton (was Du ja eine zeitlang gegeben hattest) ist eine Leberpräparat auf Basis von Mariendistel (Carduus marianus) und kann die Leber durchaus unterstützen. Schaden tut es eigentlich nicht und ist normalerweise auch gut verträglich. Sogar meine verstorbene leberkranke Katze hat das gut vertragen
    Es gibt auch noch Phyto Legasel und Legavit Komplex. Beides mit ähnlichen Inhaltsstoffen. Das Legavit hatte ich auch mal, aber die Tabletten sind recht groß und deshalb schwer zu geben.
    Welche Globuli gibst Du Tabby denn aktuell?
    Neben Lega Phyton kann ich noch folgendes für die Leber empfehlen:
    Heel Hepar comp Ampullen
    Carduus marianus Globuli
    -> beides homöophatisch und sollte deshalb mit ca. 20-30. min Abstand zu Futter und anderen Medis gegeben werden, da sonst die homöophatische Wirkung geschwächt wird.
    Ich gebe beides Oral (auch die Ampullen). Die Globulis löse ich mit ganz wenig Wasser auf. Dann verrühre ich die Flüssigkeit mit einem Klecks Quark oder Joghurt (Sahne wäre auch möglich) und lasse es die Katze schlecken.
    Wenn das nicht geht, dann nur per Spritze direkt langsam ins Mäulchen geben.
    Futtertechnisch würde ich leicht verdauliches, diabetikergeeignetes geben. Katzen brauchen Eiweiß, aber eben hochwertiges Eiweiß. Also alles OHNE Kohlenhydrate (nicht nur reduziert) und hochwertiges Futter mit klar deklarierten Inhaltsstoffen.
    Gut geeignet ist hier vor allem Geflügel, da gut verdaulich. Empfehlen kann ich hier z.B. animonda vom Feinsten Geflügel, Pute pur., alternativ Grau getreidefrei Huhn und Kalb, catz finefood Geflügel etc.
    Das hat meine leberkranke Katze fast bis zum Schluss ganz gut vertragen.
    Lass Dir KEIN Futter vom TA aufschwatzen und schon gar kein Trockenfutter!
    Kannst Du alles z.B. bei zooplus bestellen, gibts teilweise auch bei Fressnapf.
    Lass Tabby davon so viel fressen wie er will, da er durch die schlecht eingestellte Diabetes das schlecht verwerten kann.

    Hier noch zwei Links zur BB-Analyse für Laien und zum Thema homöophat. Behandlung bei Leberproblemen.
    http://www.schnurr-schnurr.de/Blutwerte.htm
    http://www.miezfidel.de/krankheiten_lebererkrankungen.shtml

    Leider kann Dir niemand abnehmen Dich selbst in das Thema (Behandlung Diabetes, Leber etc.) einzuarbeiten. Sich nur auf den TA zu verlassen ist leider zumeist nicht genug und verkürzt oft die Lebenserwartung unserer Tiere.
    Meine Ayla wurde im Mai 2014 mit Lebertumor diagnostiziert und quasi vom TA aufgegeben. Dank meiner intensiven Behandlung hat sich noch bis Dez. 2015 gelebt.
    Mein Sindbad lebt gut sein Jan. 2014 dank Lantus mit Diabetes und Arthrose. Er ist nun schon ein Opa mit ca. 17 Jahren, genießt aber noch sein Leben.
    Tabby ist mit 9 ja noch recht jung. Wenn er außer Diabetes keine größeren Baustellen hat, sollte das gut in den Griff zu bekommen sein.
    LG
    Silke
     
    Zuletzt bearbeitet: 16. August 2016
  3. simone_monkie

    simone_monkie Benutzer

    AW: Diabetes und Leberproblem

    ganz einfach; wir sind/waren alles Betroffene und haben nicht mehr nur auf den TA(Tierarzt) vertraut, sondern gelesen, gefragt und gelernt. Das schaffst du auch.

    Ich kenne mich mit dem Auswerten eines Blutbildes nicht aus. Weiß aber, dass es hier Leute gibt, die das können. Ich hoffe, einer von ihnen meldet sich.

    Der Alt ist schonmal ein Leberwert. Und der ist meist bei Diabetes erhöht.
    Cholesterin ist bei Katzen nicht so aussagekräftig. Da Diabetes meist durch Übergewicht ausgelöst wird, ist es nahezu logisch, dass der Wert erhöht ist.

    Glucose ist der aktuelle Blutzuckerwert. Das ist dann auch der, den du selber messen wirst. Das der hoch ist, ist auch klar, sonst hätte Tabby ja keinen Diabetes.

    Immer schön Kopf hoch und positiv denken:nice:
     
  4. heifre

    heifre Benutzer

    AW: Diabetes und Leberproblem


    Liebe Simone,

    das würde ich wirklich gerne tun. Allerdings habe ich zwar den ganzen Befundbericht hier vor mir liegen, aber ich habe keine Ahnung, was hier davon die Leberwerte sein sollen :oops:

    Bei einigen Werten ist ein Plus, bei manchen sogar zwei Plus-Zeichen - und ich glaube nicht, dass das was positives zu bedeuten hat. Allerdings steht nirgends was von Leber, sondern

    Thrombozyten (+)
    ALT (GPT) (++)
    GLDH (+)
    Cholesterin (++)
    Triglyzeride (++)
    Glukose (++)

    Nein, ein Medikament bekommt Tabby nicht (mehr). Sie hatte mal das LegoPhyton (oder so ähnlich) bekommen, aber nicht wirklich vertragen. Davon wurde sie recht lethargisch und nach Rücksprache mit dem Tierarzt ich habe ihr nur noch eine halbe Tablette am Tag reinpfrimeln müssen (recht schwierige Angelegenheit, aber ich habs geschafft!!!). Allerdings haben die lt. den Werten nichts gebracht und die bekommt sie jetzt auch nicht mehr. Nun kriegt sie nur noch 1 x 3 Globulis am Tag.

    LG Heike

    LG Heike
     
    Zuletzt bearbeitet: 15. August 2016
  5. heifre

    heifre Benutzer

    AW: Diabetes und Leberproblem

    Oh mann..so viele Antworten - ich bin total gerührt. Könnt' grad heulen, weil ich trotzdem keine Ahnung von "Einstellen & Co" habe.

    Ich war heute wieder beim Tierarzt, weil ich neues Insulin bekommen habe...es könnte durchaus sein, dass mein Insulin nicht mehr gut war, als ich es jetzt die ganze Zeit 1 Monat verabreicht habe.

    Sie wird immer dünner meine Maus und immer -wie hat es Calvaro genannt - plantigrader (ich vermute mal, das ist dieser komische, zittrige Gang).

    Und das eine Diabetes-Katze auch mit schlechten Leberwerten einhergeht, habe ich schon mal gehört.

    Nichtsdestotrotz weiß ich gar nicht, wie ich anfangen bzw. beginnen soll, zu "messen". Oder wo welcher Wert hingehört und reinkommt.

    Ich bin leider nicht so firm mit Computern, Foren und Co und habe mich auf meinen Tierarzt verlassen - aber ich komm' nicht weiter.

    Sie bekommt früh und abends ihre Dosis Insulin und dann gebe ich ihr soviel zu Fressen wie sie möchte. Aber das Caninsulin "hält" wohl nur max. 4 Stunden, alles was dann an Nährstoffen reinkommt, behält sie wohl nicht für sich.

    Ist hier vielleicht irgendjemand aus der Nähe von Nürnberg (wie ich), der mir einen Tierarzt empfehlen kann, der sich mit dem Insulin Lantus (habe ich hier das erste Mal gelesen) empfehlen kann?

    Ich blick echt nicht mehr durch, wie ich wo was messen soll...Ihr kennt euch alle so top aus - woher denn?

    Ganz liebe Grüße und vielen lieben Dank für Eure Anworten:flower:
     
  6. Sandra und Justy

    Sandra und Justy Benutzer

    AW: Diabetes und Leberproblem

    Gute Erfahrungen habe ich mit Hepar und Solidago comp Heel gemacht. Das sind homöopathische Ampullen, die ich immer Oral gegeben habe. Anfangs abwechselnd je 2 x die Woche und dann je 1x die Woche.
    Das ist für Leber und Niere.
    Das war vor 8 Jahren aber seit ich zu spritzen begonnen habe gebe ich sie ihm auch wieder als Unterstützung aber nur 1x wöchentlich.
     
    Zuletzt bearbeitet: 14. August 2016
  7. voyagerone1

    voyagerone1 Benutzer

    AW: Diabetes und Leberproblem

    Hast du den Thread von Tabby gefunden?

    Hier gehts zu dem Einstellungsthread.
    Guck mal rein und stelle auch Fragen zur Einstellung. Wenn er eingestellt ist, dann hast du meistens das Leberproblem auch im Griff.

    Er sollte so schnell wie möglich etwas auf die Rippen bekommen.
     
  8. Calvaro

    Calvaro Benutzer

    AW: Diabetes und Leberproblem

    Ich bin noch nicht so lange dabei und will mich nicht wichtig machen :grin:

    Bei meinem Balou war es so, dass er gemeinsam mit der Diabetes Diagnose auch sehr schlechte Leberwerte diagnostiziert bekam. Er hat durch die nicht behandelte Diabetes stark abgenommen (wie viele Katzen) und das wirkt sich laut Tierärztin stark auf die Leberwerte aus.
    Seit er jetzt gut eingestellt ist, haben sich die Leberwerte völlig normalisiert, er hat wieder fast sein altes Gewicht und auch der plantigrade Gang ist fast völlig verschwunden.

    Ich hoffe das hilft dir ein bisschen weiter.

    Alles Gute für euch!
     
  9. simone_monkie

    simone_monkie Benutzer

    AW: Diabetes und Leberproblem

    Hallo Heike,

    kannst du die Leberwerte mal hier schreiben. Bitte auch den Referenzwert. Bei Diabetikern sind die Leberwerte meist schlechter als normal. Das gibt sich aber, wenn der BZ in einem gesunden Bereich ist.

    Bekommt er denn auch Medikamente wegen der schlechten Leberwerte?
     
  10. heifre

    heifre Benutzer

    Liebe Forianer,

    meine Katze hat Diabetes und zusätzlich -als ob das nicht schon reichen würde- sehr schlechte Leberwerte.

    Rein theoretisch sollte sie bezüglich ihrem Diabetes kohlenhydratreiches Futter meiden und eigentlich lt. Tierarzt eiweißreiches bekommen.

    Nun widerspricht sich das aber mit der Leber, denn für die Leber ist wiederum wohl eiweißreiches Futter schwer bekömmlich und schadet hier, da die Leber mehr arbeiten muß.

    Jetzt bin ich mehr als etwas ratlos...:roll:

    Kann mir hier jemand helfen?
     

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