Schlechte Leberwerte und Asthma

Dieses Thema im Forum "Katzen-Gesundheit" wurde erstellt von Luca, 8. April 2018.

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  1. SilkeM

    SilkeM Benutzer

    Ach Luca, das ist eine sehr schwere Entscheidung und da können wir Dir leider wirklich kaum etwas raten.
    Du könntest sie noch eine Weile mit Bioserin (http://vetdiscount-tiershop.de/product_info.php/products_id/484) unterstützen, damit sie sich nicht beim Fressen quälen muss. Wenn sie nur beim Fressen (und sonst nicht) Schmerzen hat bzw. die anderen Schmerzen mit einem Schmerzmittel im Griff sind, dann wäre das noch eine Möglichkeit ihr restliches Leben noch ein wenig zu erleichtern.
    Wenn Du denkst, dass sie noch Lebensfreude hat, dann würde ich das machen.
    Ich denke sie zeigt Dir, wenn es nicht mehr so ist. Da bin ich ganz sicher.
    Alles Liebe
    Silke
     
  2. Luca

    Luca Benutzer

    Ihr lieben,

    Meine maus ist noch immer bei mir. Sie ist ruhiger geworden und hat sich gestern Schlafplätze gesucht, wo sie sonst nie lag.
    Sie frisst nicht gut, gestern hat sie erst abends ein wenig gefressen. Viel mehr als 40g am Tag schafft sie nicht und sie hat auch schmerzen beim fressen. Meint ihr, ich soll sie erlösen? Es ist so schwer für mich, es zu entscheiden. :-(((
     
  3. Luca

    Luca Benutzer

    Gestern hatten wir einen super Tag. Wir gehen nun jeden Tag in den Garten und sie hat es immer sehr genossen. Heute merke ich eine Veränderung. Sie ist heute ins Auto gesprungen und hat dort drin geschlafen, statt sich ins Gras zu setzen. Sie hat sehr gespeichelt und sich zurück gezogen. Hat aber anschließend noch gefressen.
    Jetzt schläft sie. Mal sehen, wie es weiter geht. Wenn sie aufhört zu fressen, werde ich sie erlösen. Denke, dass sie von den Schmerzen gesabbert hat, oder was meint ihr? War so 10 Minuten oder so.
     
  4. Petra und Schorschi

    Petra und Schorschi Moderator Mitarbeiter

    Bei meinem anderen Kater, Mäggi, war die Tierärztin schon auf dem Weg zu uns und wir haben den Termin zum Einschläfernauch nicht wahrgenommen. Plötzlich ging es dem Kater wieder besser.
    Er hat dann noch ein paar Monate gelebt.

    Genießt eure Zeit. :)
     
  5. Luca

    Luca Benutzer

    Ja sie ist noch da. Und ich bin sehr froh, dass mein Bauchgefühl sich durchgesetzt hat. Ihre Zeit wird aber sicher bald kommen und dann darf sie in Frieden gehen.
    Das Metacam Spritze ich ihr. Gerade weil sie ja schmerzen im Mund hat möchte Ich das nicht oral verabreichen.
    Sie frisst am liebsten Moments Döschen. Ist zwar nur ergänzungsfutter aber ich denke, das ist nun das kleinste Problem. Sie soll fressen, was rein geht. Reconvales hab ich auch noch da, will sie aber leider nicht mehr so gern. Typisch Katze, halb tot aber noch wählerisch die Liebe.... sie soll haben, was sie möchte und sie darf nun täglich in den Garten mit mir. Wir machen es nun noch so schön es geht. Durch dieses ganze Hin und Her fühlt es sich auf einmal anders an. Es ist unfassbar schlimm und traurig aber sie darf gehen, wenn sie möchte. Ich werde einfach auf ihr Zeichen warten.
     
  6. SilkeM

    SilkeM Benutzer

    Oh.... Dann ist Minou doch noch bei Dir. Wie schön. :heart:
    Dann sollte sie aber auch unbedingt weiterhin unter sehr gutem Schmerzmanagement stehen. Ich weiss nicht, ob Metacam da ausreichend ist. Gerade bei Krebs im Endstadium awerden Opiate zumeist gespritzt eingesetzt. Frag den TA mal danach. In der Humanmedizin ist das gängige Praxis.
    Wenn sie normales Futter nicht fressen kann, würde ich ihr Reconvales Tonicum und/oder Bioserin geben. Davon braucht sie viel weniger zum überleben. Verhungern soll sie ja auch nicht.
    Drück sie ganz dolle von mir die arme Maus. Und für Dich natürlich auch. :knuddle:
     
  7. Luca

    Luca Benutzer

    Ich war gestern nochmal beim TA und habe ihm Videos von ihr gezeigt. Ich war mit ihr im Garten und sie war noch so sehr interessiert an allem. Der Ta hat gesagt, dass er sie so noch nicht gehen lässt, da sie noch zu gesund ist. Ich war sehr froh darüber, denn es war auch mein Bauchgefühl. Natürlich möchte ich sie vor einem größeren Leid frühstmöglich bewahren und sie dann erlösen wenn es soweit ist, aber ich hätte sie gestern nicht erlöst sondern getötet. Nun ist sie noch bei mir und ich bin sehr erleichtert. Es ist mein erstes Tier, das nach so langer Zeit gehen muss und diese Entscheidung zu treffen ist sehr schwer. Das alles hat mir jedoch gezeigt, dass niemand auf der Welt mir sagen kann, wann es soweit ist. Wenn ich das gestern gemacht hätte, wäre ich meines Lebens nicht mehr froh geworden.
    Der Ta meint, es kann noch 3 Wochen dauern. Ich werde es nun ganz für mich beobachten und wenn ich das Gefühl habe, der Moment ist gekommen, dann darf sie gehen. Durch das alles hier habe ich auf einmal gelernt, sie los zu lassen. Es ist ganz komisch. Es sollte alles so sein, auch dass der Ta am Mittwoch keine Zeit hatte und gestern kommen wollte. Das Schicksal hat es gut gemeint.
    Seit heute hustet meine Liebste vermehrt und gestern hat sie im Garten Gras gefressen, was sie eigentlich nicht sollte und hat danach auch gesabbert. Ich glaube, es werden keine 3 Wochen mehr sein. Ich werde sehen..... halte euch auf dem Laufenden.
     
  8. Nebelmoor

    Nebelmoor Benutzer

    Ich bin in Gedanken bei Euch...
     
  9. fmauze

    fmauze Benutzer

    ich wünsche euch ebenfalls viel kraft und friedlichkeit. ich habe eure geschichte verfolgt und bin sehr traurig, dass sie jetzt ein solches tragisches ende nimmt. minou weiß bestimmt, wie sehr du sie liebst.
     
  10. Petra und Schorschi

    Petra und Schorschi Moderator Mitarbeiter

    Ich denke an euch:knuddle:
     
  11. SilkeM

    SilkeM Benutzer

    Ach Luca... Ich kann Deine Gefühle und Deinen Schmerz so gut nachempfinden.
    Und dass es jetzt doch so schnell geht.
    Aber natürlich hast Du recht, ihr Leiden würde sich ja täglich nur verschlimmern.
    Mir kommen auch die Tränen dabei.
    Es ist so schwer unsere Schätze gehen zu lassen, wenn es so weit ist. Aber sie zeigt Dir, dass Du alles richtig gemacht hast bei ihr. Und auf dem letzten Weg bist Du ganz nah bei ihr. Das ist das wichtigste.
    Ich wünsche Dir viel Kraft für den morgigen Tag und die Zeit danach.
     
  12. Nebelmoor

    Nebelmoor Benutzer

    Ich sitze hier und heule, es tut mir sooooo leid...
     
  13. Luca

    Luca Benutzer

    Ich versuche in ihrer Gegenwart stark zu sein, aber es gelingt mir nicht immer. Wir liegen auf der Couch und sie genießt so sehr meine Nähe und ich ihre. Morgen um die Zeit wird alles anders sein. Die Welt wird still stehen.
    Im Garten heute war sie so glücklich und kam hinterher an und hat um Futter gebettelt aber als sie es dann bekam, hat sie nichts davon fressen können. Und es tut mir so leid. Sie soll nicht mehr hungern.
    Sie soll nur noch glücklich sein und zufrieden. Das ist sie gerade auf meinem Arm sehr. Sie schnurrt und ist eingeschlafen. Dies ist unsere letzte Nacht. Es zerreißt mich völlig. Ich werde sie nie vergessen und ich werde so eine Seelengefährtin niemals mehr wieder erleben.
     
  14. Nebelmoor

    Nebelmoor Benutzer

    Ach Luca, es bricht mir echt das Herz, das zu lesen. Was Du da gerade mitmachst, ist wirklich unendlich schwer. Das geliebte Tier leiden zu sehen ist einfach nur furchtbar. Wir haben die Chance, diesem Leiden ein Ende zu machen aber die Entscheidung ist so wahnsinnig schwer. Schön, dass Minou zu Hause gehen und Du Sie im Arm halten kannst. Alleine die Vorstellung, treibt mir die Tränen in die Augen. Wir muss es dann Dir dabei gehen...

    Ich wünsche Dir viel Kraft für Morgen.
     
  15. Luca

    Luca Benutzer

    Ja das ist es.
    Morgen Abend um 7 kommt der TA und erlöst sie von ihrem Leid, bevor es so schlimm wird, dass sie zu große Schmerzen hat. Die Diagnose ist eindeutig und es wird nicht besser, sondern täglich schlimmer.
    Letzte Nacht hat sie sich schon komplett distanziert und sie frisst so wenig. Ich will gar nicht wissen, wie ihre Leber und Nierenwerte nach 2 Narkosen, wochenlangem Cortison, schmerzmittel und Antibiotikum und dem Gewichtsverlust aussehen. Sie soll nicht erst dann erlöst werden, wenn sie sich so sehr quält. Sie war immer die Königin über alle hier. Und man spürt, dass sie diesem Job nicht mehr gewachsen ist.
    Sie soll in Würde und friedlich einschlafen in meinen Armen zu Hause. Auch, wenn es kaum zu ertragen ist. Eben lag sie lange in meinem Arm, laut schnurrend. Sie hat sich glaube ich verabschiedet. Manchmal wirkt es, als würde sie sich für mich anstrengen, als sei alles in Ordnung. Aber wer sein Leben lang so gerne gefressen hat und es seit Wochen kaum noch tut, wer jeden Hund im Haus dominiert hat und nun selbst Angst davor hat, wer schon in diesem Stadium der Erkrankung so eine Wesensveränderung hat, für den ist es Zeit, die Reise über den Regenbogen anzutreten.
    Heute gehe ich mit ihr in den Garten. Sie war schonmal mit draußen als sie noch gesund war, ist aber eigentlich eine Wohnungskatze. Und ich weiß, wie toll sie es fand und heute finden wird, noch ein letztes Mal Gras unter den Füßen zu spüren.
     
  16. Petra und Schorschi

    Petra und Schorschi Moderator Mitarbeiter

    Eine gesicherte Diagnose hat auch etwas entlastendes. Die Zweifel, ob man richtig entscheidet, werden weniger.
    :knuddle:
     
  17. Luca

    Luca Benutzer

    So der offizielle Befund ist da. Leider hat sich der Tumor bei der Gewebeprobe bestätigt. Nun kann ich wenigstens zu 100% sicher Abschied nehmen. Und wenn sie nicht mehr kann, darf sie gehen.
     
  18. Luca

    Luca Benutzer

    Das hast du sehr schön geschrieben. Vielen Dank für die lieben und wahren Worte.
    Ich hole mir zwischendurch immer wieder mal Trost bei meinem lieben Pferd. Das lenkt mich dann für eine gewisse Zeit ab und wenn ich dann zurück komme, geht es mir etwas besser.
    Ich versuche gerade, meine Einstellung zum Tod etwas zu verändern und mir bewusst zu machen, dass ich ihr mit meiner Entscheidung gut tun werde und es das letzte Schöne ist, was ich für Sie tun kann. Und wenn ich es nicht mache, es ihr nicht gut tut, weil sie schmerzen hat. Ich hoffe, dass sie es in dem Moment, wo ich es entscheide, auch wirklich möchte.
    Kaum zu glauben, da ist man fast fertige Psychologin und nichts von all seinem Wissen kann auch nur ansatzweise dabei helfen, was man machen soll und wie man es überstehen soll. Ja, Status ist wirklich vollkommen irrelevant..... da hast du was Wahres gesagt.
     
  19. SilkeM

    SilkeM Benutzer

    So ist das leider mit unsere vierbeinigen Schätzchen. Ohne sie wollen wir nicht sein auch wenn uns von Anfang an klar ist, dass sie uns irgendwann verlassen werden. Trotzdem würden wir die Zeit ohne sie nicht missen wollen. Vor allem auch, weil sie uns so viel Vertrauen, Freundschaft und Liebe entgegen bringen.
    Denk an die vielen schönen gemeinsamen Jahre, die ihr zusammen hattet. Das wird Dir immer bleiben, auch wenn es jetzt gerade eine sehr traurige Phase ist, die Ihr beiden aber auch zusammen erleben könnt.
    Ich wollte mir ginge es ähnlich, wenn ich alt und krank bin und im sterben liege, dass jemand bei mir ist und mich begleitet. Das ist so wichtig. Mit meinen Tieren habe ich so viel über das Leben und auch über das Sterben gelernt. Das sind sehr schöne, aber auch sehr traurige und dabei ganz wichtige Erfahrungen im Leben.
    Ich kenne einige Krankenschwestern. Die machen ständig Erfahrungen mit dem Sterben und können ganz viel darüber erzählen, wenn man sich mit ihnen darüber unterhält. Auch wenn es keine nahen Angehörigen oder Freunde sind, geht es ihnen trotzdem oft nahe und sie müssen es verarbeiten und bekommen oft einfach nicht die nötigen Anerkennung dafür. In unserer Gesellschaft wird das Thema leider zu sehr ausgeblendet und es geht oft so sehr um oberflächliche Dinge wie Geld, Status usw. Bei so etwas sieht man dann wie unwichtig und lächerlich das alles ist. Schade, dass viele Menschen das nicht verstehen.
    Ihr habt so ein langes und enges Verhältnis zueinander. Ich bin ganz sicher, dass sie es Dir zeigt und Du es dann einfach auch weißt, wenn es soweit ist. Ich habe bei jedem unserer verstorbenen Tiere in den letzten Jahren mir vorher schon den Kopf zerbrochen, ob und wann ich diese Entscheidung treffen muss, aber im Nachhinein war es dann einfach klar und es gab kein zögern.
    Quäle Dich nicht damit und genieße die Zeit, weine oder lache wie Dir danach ist. Und wenn Du mal eine Auszeit brauchst, dann nimm sie Dir auch ohne schlechtes Gewissen und geh ein Eis essen oder triff Dich mit Freunden. Das alles ist wichtig und auch gehört dazu, denn Du wirst noch viel Kraft brauchen.
    Alles Liebe!
     
  20. Luca

    Luca Benutzer

    Oh nein, das tut mir sehr sehr leid, dass du selbst gerade deinen Kater gehen lassen musstest. Dann geht es dir ja gerade auch sehr schlecht. Fühl auch du dich fest umarmt! 18 ist ein tolles Alter. Und er hatte sicher ein ganz tolles Leben bei dir. Ich wünsche dir, dass du bald nicht mehr so traurig bist.
    Ja, ich habe auch 2 Tage komplett durch geheult und muss mich an den Gedanken gewöhnen, dass meine alte Omi bald nicht mehr da ist, kein schnurren mehr, kein maunzen mehr, niemand der sofort auf mir liegt, wenn ich mich hinsetze, kein Schnarchen auf dem Kratzbaum, kein Tapseln mehr hinter mir her, keine Beschwerden, wenn ich das Haus verlasse und Freude, wenn ich zurück bin. So vieles, was seit 15 Jahren dazu gehört. Die Diagnose war plötzlich und unerwartet, aber der Weg noch nicht ganz zu Ende und ich bin froh um jeden Tag, an dem ich ihr noch so viel sagen kann, was sie noch alles wissen soll.
    Habe mir diese Woche auch frei genommen. Ich will sie nicht mehr alleine lassen. Jede Minute gemeinsame Zeit zählt.
    Im Moment frisst sie wieder besser. Zwar in kleinen Happen mit viel Husten, aber sie will fressen und es macht die Entscheidung nicht leichter, sie dennoch gehen zu lassen, wenn die Gewebeprobe morgen den Tumor offiziell ergibt.
     

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